Gengenbacher Schalk

Der Schalk ist die Hauptfigur der Gengenbacher Fasend.

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Gengenbacher Hexe

Wohl mit zu den bekanntesten und bedeutendsten Figuren der Gengenbacher Fasend zählt die Hexe.

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Gengenbacher Spättlehansel

Der Spättlehansel ist das "freundliche" Pendant zur Hexe.

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Die Zunft

Die erste Erwähnung der Gengenbacher Fasend geht auf das Jahr 1286 zurück. Erneut wurde die Fasend im Jahre 1360 im Archiv erfasst. Der eigentliche Beginn aus heutiger Sicht dürfte unschwer das Jahr 1499 sein, denn unter dieser Jahreszahl ist die Zunft heute noch bekannt "Narrenzunft Gengenbach 1499 e.V."

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Schalk wach uf!

20.01.2018

Narrenblatt

Das Narrenblatt erscheint jedes Jahr nach dem Zunftabend, dem »Heiteren Owe«.

Narrenmuseum

Brauchtum das fasziniert - erleben Sie die Gengenbacher Fasend und deren Geschichte. Aktenkundig anno 1499 hat die Fasend in Gengenbach mehr als fünf Jahrhunderte überlebt. Zur "fünften" Jahreszeit verwandelt sich das badische Städtchen alljährlich in eine Hochburg fasnachtlichen Brauchtums und begeistert mit seinen außerordentlichen Facetten und Geschichten. Treten Sie ein und lassen sich begeistern und mitreißen.

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  • Der Schalk

  • Die Hexe

  • Der Spaettlehansel

  • Die Altgengenbacherin

  • Der Zunftmeister

  • Der Kläpperlisbub

  • Das Kläpperlismädel

  • Der Hemdeglunker

  • Der Lumpenhund

  • Der Bott

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Schalk

 

Der Schalk ist die Hauptfigur der Gengenbacher Fasend. Traditionell wird er am “Hemdeglunker“-Abend am mittelalterlichen Niggelturm von der Narrenschar mit Lärm und Getöse und dem Narrenspruch geweckt: "Schalk wach uf, Schalk mach mit, Schalk kum ra, ‘s isch Fasendszit!" In dem ehemaligen Gefängnis hat er symbolisch das ganze Jahr geschlafen. Das ist der Beginn der Gengenbacher Fasend und der Moment auf den alle Gengenbacher Narren sehnsüchtig gewartet haben. Alle Narren tragen weiße Nachthemden sowie Schlafhauben oder Mützen. Vom Turm zieht die Narrenschar noch immer lärmend zum Rathaus, wo der Schalk vom „Mär“ (Bürgermeister) den Stadtschlüssel überreicht bekommt. Er regiert über die ganze Fasendszeit, führt die Umzüge an und beglückt Erwachsene und Kinder mit seinen Spässen.

Am "Fasendzischdig" - der Dienstag vor Aschermittwoch - wird der Schalk kurz vor Mitternacht unter großem Wehklagen wieder in den Niggelturm verbannt.

Der Schalk ist eine Einzelfigur und trägt keine Maske, nur die Augenbrauen sind geschminkt. Sein Gewand sowie die Kopfhaube sind mit roten und silbernen Spättle gestaltet. Er hat zwei Hörner mit Glöckchen daran, symbolische Eselsohren wie dargestellt in Sebastian Brants „Narrenschiff“ von 1494. Er trägt ein Cape mit dem Wappenfisch Gengenbachs und seine Füße stecken in Schnabelschuhen. Seine Insignien sind ein Szepter und eine Laterne.

Am Niggelturm befindet sich seit 1499 ein Relief aus Sandstein mit einem Schalkportrait, das zum Rathaus hin der Obrigkeit die Zunge herausstreckt. Sensationell wurden bei Ausgrabungen 2009 im Löwenbergareal mehrere Ofenkacheln mit Schalkmotiven gefunden, die um 1500 gestaltet worden waren.

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Hexe

 

Wohl mit zu den bekanntesten und bedeutendsten Figuren der Gengenbacher Fasend zählt die Hexe. Sie gehört zur Gengenbacher Fasend wie der Schalk zum Niggelturm und wie das Wasser in die Kinzig. Die Hexen zählen derzeit 190 aktive Hexen im Alter von 18 bi 90 Jahren. 1934 traten die Hexen erstmals offiziell an der Fasend in Gengenbach in Erscheinung. Beim Narrentreffen 1935 in Offenburg lösten sie bei ihrem Auftritt, bei dem sich die beiden ersten Hexen von Offenburg als Gäste der Narrenzunft Gengenbach angeschlossen hatten, einen wahren Boom aus.

Nachdem sie vorher Gaze- oder Drahtmasken getragen hatten, schnitzte ihnen Hans Irion für die Fasend 1938 die ersten sechs Holzmasken. Auch heute zieht diese lebendig wirkende Narrengestalt den Betrachter sofort in seinen Bann. Starrblickende Augen mit hochgezogenen Augenbrauen, eine wuchtige, gebogene Nase, bis zu vier Zähne mit Lücken, ein hervorstehendes Kinn, bis zu drei Warzen und ein geschnitzter Haaransatz sind die markanten Zeichen der aus Lindenholz geschnitzten Maske.

An das „Hexeg‘sicht“ ist ein Wiener- oder Kaschmirschal genäht. Die Hexe trägt den sogenannten „Peter“, ein am Rücken spitz auslaufendes Oberteil, einen roten Wollrock, darüber eine blau-weiße Schürze. Unter dem Rock blitzt eine knielange weiße, mit Spitzen besetze, knielange Unterhose hervor. Dazu trägt sie bunt gestreifte lange Ringelsocken und Stroh- bzw. Welschkornschlappen.

Der Hexenbesen hat einen möglichst bizarren, knorrigen Stiel - je krummer desto besser Die Hexen sind ausnahmslos männliche Narren.

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Spättlehansel

 

Der Spättlehansel ist das "freundliche" Pendant zur Hexe. Die Lindenholzmaske lacht freundlich, die Augenbrauen sind hochgezogen, dazu haben sie einen Haaransatz mit Mittelscheitel. Das Häs des Gengenbacher Spättlehansel besteht aus einer Kopfhaube mit schwarzen Samthörnern mit Glöckchen, einer Jacke und Hose. Das gesamte Häs besteht aus sogenannten Spättle. Diese werden aus zweierlei bunten Stoffen geschnitten, zusammengenäht, gewendet und überlappend, dachziegelartig auf den Anzug genäht. Für ein Häs benötigt man ca.1200 doppelt genähte Spättle. Zum Häs werden dunkle Schuhe getragen. Das Spättlehansel schwingt in der Hand einen Stecken (oft Kochlöffel) mit einer „Saubloder“ (Schweinsblase), den ab und zu die Zuschauer zu spüren bekommen. Manches neckt auch mit einer hölzernen Streckschere, an der oft Hüte oder Mützen „einfach hängen bleiben“.

Heute wird das Spättlehansel nur von Frauen getragen. Das Spättlehansel ist eine sehr alte Figur. Die Narren nähten früher Stofffetzen an ihre Kleider, die sie später wieder abtrennten um sie im Alltag wieder benutzen zu können. Heute ist das Häs kultiviert, die erste Holzmaske wurde 1938 getragen. Es folgten zwei weitere Holzmasken mit verschiedenen Gesichtsausdrücken.1958 wurde von dem Gengenbacher Schnitzer Hans Irion die Maske mit einem Gesichtsausdruck entworfen, der bis heute als Modell für alle Spättlehansel dient.

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Alt-Gengenbacherin

 

Die elgantesten Erscheinungen im ansonsten urigen Fasendgeschehen sind die Alt-Gengenbacherinnen.

Sie sind eine Neuschöpfung, die anläßlich des Offenburg Narrentreffens 1935 entstand. Ihre Kostüme, die der verdiente Narrenrat und Schneidermeister August Platz zusammen mit dem neuen Ornat des Narrenrates entwarf und anfertigte, gehen auf städtische, bürgerliche Festkleidungen des Spätbarocks, also des ausgehenden 18. Jahrhunderts, zurück.

Das Gewand der Alt-Gengenbacherin besteht aus einem Reifrock, der als Unterrock getragen wird, dem Kleid aus Rock und Jacke, passender Kopfbedeckung (Schaffe), farblich zum Kleid abgestimmten Handschuhen, geschlossenen schwarzen Schuhen und dem unverzichtbaren Beutel, der alles enthält, was eine Dame benötigt, vom Lippenstift bis hin zum Schnäpsle. Je nach Geschmack wird zusätzlich eine Stola getragen.

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Narrenrat

 

In unserer Satzung ist festgelegt, dass der Narrenrat aus 11 erhwürdigen Männern der Gengenbacher Stadt besteht. Tatsächlich sind es nur Männer, die dieses oberste Gremium der Narrenzunft bilden. Dieses Gremium ist wiederum unterteilt in den geschäftsführenden Vorstand, mit Zunftmeister, Kanzler, SAchreiber und Säckelmeister. Die anderen sieben Räte haben ebenfalls ihre speziellen Arbeitsgebiete, diese sind jedoch bis auf das des Zerimonienmeisters nicht besonders bezeichnet.

Zu den Narrenratssitzungen - ungefähr#hr 11 bis 12 im Jahr - sind auch die beiden Ehrennarrenräte und der Ehrenzunftmeister eingeladen. Sie sind jedoch nicht stimmberechtigt. Ihre Meinung, aufgrund ihrer Erfahrung, fällt jedoch immer ins Gewicht. Die Sitzungen finden üblicherweise im Narrenstüble oben im Rathaus mit festgelegter Tagesordnung statt. Eine jedes Jahr angesetzte "Klausur" auf einer im Reichenbach gelegenen Hütte "dem Mooshof" rundet die Zahl der Sitzungen ab.

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Klepperlisbub

 

Klepperlesbuben sind, wie man dem Wort schon entnehmen kann, nur Jungen.

Über die Herkunft des Klepperns gibt es viele Spekulationen. Fest steht, dass es in unserem südwestdeutschen Brauchtumsgebiet neben Gengenbach nur in Haslach, Radolfzell und Waldkirch aktiv ausgeübt wird. Dagegen ist es in fast allen Schweizer Regionen verbreitet – oftmals sogar als Fasteninstrument, das nur zwischen Aschermittwoch und Ostersamstag ertönt.

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Klepperlismaidle

 

Die Klepperlismaidle bestehen ausschließlcih aus Mädchen.

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Hemdeglunker

 

Der Hemdeglunker ist immer dreieinhalb Wochen vor dem Aschermittwoch. Er läutet in Gengenbach die hohe Narrenzeit ein. Jeder richtige Narr fiebert diesem Samstag Ende Januer oder Anfang Februar schon Tage vorher entgegen. Der eine richtet seine ganzen Utensilien, die er für diesen Tag braucht, und kontrolliert, ob alles vollständig ist, der andere muss sich eventuell noc ein weißes Nachthemd oder Ringelsocken besorgen.

Wie sieht das richtige "Häs" eines Hemdeglunkers aus? Ein weißes Hemd, darunter eine Spitzenunterhose, Ringelsocken und Strohschuhe bedecken den Körper, ergänzt durch ein rotes Halstuch mit weißen Tupfen, welches mit einer Streichholzschachtel zusammengehalten wird, und letztendlich noch die Schlafmütze, genannt Zipfelskapp. Beim Hemdeglunker wird der Schalk, die Gengenbacher Hauptfigur, geweckt. Somit ist es notwendig, ein Krachinstrument bei sich zu haben. Beispiele hierfür sind: ein alter Kochtopf mit Kochlöffel, alte Blechdosen, Bettflaschen aus Metall, mit Steinen gefüllt, Päppeln und andere Blasinstrumente, halt alles, was Krach erzeugt, und nicht zuletzt die eigene Stimme.

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Lumbehund

 

Der Lumpehund, andernorts Wust, Wuescht oder Usg‘stopfter genannt, ist wohl neben dem Spättlehansel die ursprünglichste Fasendsfigur von Gengenbach. „D´Fasend fangt im Ewerdorf a!“ Das ist eine unantastbare Regel der Gengenbacher Narren. Im Oberdorf waren viele Bauern ansässig. Sie waren meist sehr arm und konnten sich keine aufwendige Maskerade leisten. Damit bei Veranstaltungen auch die armen Leute mitfeiern konnten, wurde normale Arbeitskleidung und auch solche von dicklicheren Leuten mit Heu und Stroh ausgestopft und mit bunten Flicken versehen. Schon war ein neues „Häs“ geboren! Knöpfe gab es an den Jacken und Hosen selten, da es diese schon beim Ausstopfen wegsprengte. Sie werden heute durch Schnüre ersetzt. Das Gesicht wurde mit einem alten Lumpen verdeckt, in den einfach für Mund und Augen Löcher eingeschnitten wurden. Ganz Sparsame verschmierten sich das Gesicht mit Ruß, man wollte ja nicht erkannt werden! Als Kopfbedeckung diente ein alter Hut. In der Hand schwang der Vogelscheuche ähnlich sehende Narr eine lange „Wied“, eine Weidengerte, ein altes Frühlingssymbol. Damit wurden die zahlreichen Kinder „gefitzt“, die die Lumpehunde neckten. Wer zu nahe kam, bekam die Gerte empfindlich zu spüren.

Heute ziehen die Lumpehunde mit den Hexen im Umzug und sorgen mit ihrer Schwerfälligkeit und Behäbigkeit für viel Gelächter. Da steht auch mal eine Hexe auf dem geschubsten, hingefallenen und auf dem Boden liegenden Lumpehund, der daraufhin unter großer Anteilnahme des johlenden Publikums „wiederbelebt“ wird. Jahr für Jahr stecken in diesem Häs die Neuhexen.

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Bott

 

Der Bott, oder wie er früher hieß, der Unzuchtmeister, ist eine Einzelfigur unserer Fasend. Er wurde 1972 ins Leben gerufen und ist bei fast allen grißen Versanstaltungen der Narrenzunft dabei. Beim „Heiteren“ führt er mit durchs Programm, die Umzüge am Sonntag und Dienstag leitet er zusammen mit dem Schalk von der Spitze weg an.

Am Mittwoch des "Beseufstellens" trifft sich der Bott dann ab 18:00 Uhr mit den Klepperlesbuben im Klosterhof, um mit der närrischen Schar durch die Gassen und Straßen der Altstadt zu ziehen, und die Bekanntmachung zu verkünden. Anschließend holt er die Hexen aus dem Klosterkeller ab, um sie mit ihrem überdimensionalen Hexenbesen auf den Marktplatz zu geleiten. Auch die Spättlehansel, die mit dem Feuerhaken vor dem Niggelturm warten, werden vom Bott abgeholt. Zu guter Letzt ziehen dann die Klepperlesbuben, vom Kinzigtorturm kommend, auf dem Marktplatz ein. Fas Aufstellen von Hexenbesen und Feuerhaken kann beginnen.

Geschichte

Die erste Erwähnung der Gengenbacher Fasend geht auf das Jahr 1286 zurück. Erneut wurde die Fasend im Jahre 1360 im Archiv erfasst. Der eigentliche Beginn aus heutiger Sicht dürfte unschwer das Jahr 1499 sein, denn unter dieser Jahreszahl ist die Zunft heute noch bekannt "Narrenzunft Gengenbach 1499 e.V."

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"Hoorig isch de Bär"

Gengenbacher Narrenruf

Fasendfahrplan 2018

Der Kalender der Gengenbacher Fasend "Fasendfahrplan" mit Terminen und Beginn zu den einzelnen Veranstaltungen.

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© 2017 Narrenzunft Gengenbach 1499 e. V. zuletzt aktualisiert am: 11.11.2017, 11:11:11