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Bis zum 12.02.2011...s´goht degege - Historische Narrozunft Villingen
Villinger Fasnet gibt es nur in Villingen…
…und ab April auch im Narrenmuseum „Niggelturm“ in Gengenbach
Wer die historische Villinger Fasnet sehen, erleben und spüren will, der muss an den hohen Tagen nach Villingen kommen. Seit den 1950er Jahren verlässt die Historische Narrozunft Villingen mit ihrer gewaltigen Zahl von rund 3000 aktiven Hästrägern die eigenen Stadtmauern nicht mehr und nimmt an keinen auswärtigen Narrentreffen oder Umzügen teil. Dies räumt dieser Zunft mit ihren 4000 Mitgliedern eine Art Ausnahmestellung im schwäbisch-alemannischen Raum ein.
Besucher des Narrenmuseums im „Niggelturm“ in Gengenbach haben ab April die einmalige Gelegenheit, sich außerhalb Villingens einmal umfassend über die historische Fastnacht in der über 1000 Jahre alten Schwarzwaldstadt zu informieren.
Unter dem Titel „s´ goht dege“ werden in einer Sonderausstellung bis Ende Oktober im „Niggelturm“ die wichtigsten Figuren Altvillingerinnen, Morbili, Stachis, Butzesel und Wueschte, wertvolle, ausschließlich handgeschnitzte Original-Schemen (Masken) und viele Dokumente der historischen Villinger Fasnet gezeigt.
Ein zehnminütigen Film zeigt zudem wunderschöne und interessante Ausschnitte vom närrischen Treiben in der Schwarzwaldstadt.
Das Narrenmuseum „Niggelturm“ der Narrenzunft Gengenbach zählt zu den großen Sehenswürdigkeiten im Kinzigtal. Der Villinger Narro gehörte von Anfang zum Museumskonzept; steht er doch stellvertretend und maßgebend für die Weißnarren von der Baar und aus dem Schwarzwald in der Ausstellung. Im Museum gibt es eine sehenswerte Multi- Media Schau über den Ablauf der Gengenbacher Fasend. Wer bis in den 7. Stock des „Niggelturms“ emporsteigt, der wird auf der Balustrade mit einem phantastischen Blick über die Dächer Gengenbachs, aber auch bis hinein in den Schwarzwald und die Rheinebene belohnt.
Das Museum ist Mittwochs und Samstags von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Sonn und Feiertags von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.
Weitere Infos, auch für Sonderführungen unter www.narrenzunft-gengenbach.de
Narro-Schau begeistert im Kinzigtal
VS-Villingen – Tolles Podium für die Historische Narrozunft. Bis Ende ktober zeigen Gengenbachs Narren im einzigartigen Niggelturm eine Schau der
Villinger Fasnet. Rund 80 Narros feierten die „Vernissage in der Bel-Etage“
hoch über der denkmalgeschützten Altstadt mit einem rauschenden Fest bis in
die Morgenstunden. Im anmutigen, 1992 eingeweihten Narrenmuseum des iggelturms schaut man nun 30 Meter über den Dächern der Altstadt dem Narro ins Auge, das Morbili blinzelt verschmitzt und der Surhebel pfeift durch die Zahnlücke.
Die Plattform des Turms, die einen Blick bis zum Straßburger Münster bietet, ist so und so umwerfend schön. Und für die Narros, ja für ganze Villingen, eine tolle Gelegenheit, sich zu präsentieren.
Der Brauchtumsausschuss der Narros hat ein Jahr lang an der Konzeption
gebastelt: Unter der Leitung von Hans-Jörg Voggenreiter feilte ein Team an der rundum gelungenen Präsentation. Thomas Herzog-Singer garniert das
Ganze mit einem eigens komponierten Villinger Fasnet-Film, Barbara Walz legt den Prosepkt zur Schau vor, der Villingens Fasnet-Wissen transportiert.
Die Gengenbacher haben die Villinger am Samstag umsorgt, wie das nur
aufrechte Narren können: Dass der Narro die Stadtmauern Villingens verlassen hat, wissen sie am Ufer der Kinzig zu schätzen. Und wie: Den „Aristokraten der Weißnarren“ wollten sie zeigen – und sie haben ihn bekommen.
Über einen roten Teppich durften die Villinger in den Zunft-Keller unters Rathaus einmarschieren. Die 1000 Mitglieder starke Gengenbacher Zunft beeindruckte die Schwarzwälder. „Die Schau ist getragen von gegenseitiger Sympathie“, brachte es Zunftmeister Joachim Wöhrle auf den Punkt.
Im Gengenbacher Rathaus ließen sie am Samstag nicht nur den Narromarsch
aus den Boxen scheppern – nein: Ein Trio um Zunftmeister Jürgen Räpple wagte sich gekonnt ans Allerheiligste:
Vom „Gengenbacher Stiel“ sangen die Drei eine Nummer, die zu Herzen
ging: „Hätt denn konn konn Kamm, so fangt Euer Lidle an, des mir nid so
recht verstehe, wil ihr doch faschd schwäbisch strähle, liebi Villinger“.
Keck und nett, närrisch perfekt, fesch präsentiert. Villingen und Gengenbach kommen sich näher. Fest steht: Das hat ganz viel Perspektive.




